ZUNEIGUNG

Der Begriff Zuneigung bezeichnet eine relativ unspezifische Gefühlsgruppe. Zu ihr gehören sehr intime, aber auch recht unverbindliche Gefühle. Vermittelt man seinem Partner, daß man für ihn Zuneigung empfindet, so kann er diese Information nicht eindeutig interpretieren, es kann zu Mißverständnissen kommen.

Dabei spielt die subjektive Erwartungshaltung eine Rolle; man deutet die Zuneigung - beeinflußt von den Vorstellungen, die man vom Partner hat.

Gefühle der Zuneigung sind: verliebt, verknallt, fasziniert, jemand mögen, schätzen, jemandem verbunden sein, hängen an, sich hingezogen fühlen, bewundern, anhimmeln, sympathisch finden, dankbar, ok finden....

Vielen Menschen fällt es aber ausgesprochen schwer, von Liebe, Bewunderung oder Sympathie zu sprechen.

Einerseits wollen sie die Zuneigung ihres Partners spüren und immer wieder zugesichert bekommen, haben aber selbst Angst, ihre eigenen Gefühle offen mitzuteilen.

Für die meisten Frauen sind Gefühle der Zuneigung Voraussetzung für die körperliche Liebe. Männer hingegen sind eher bereit auf dieese Gefühle zu verzichten. H. J. Clinebell bezeichnen die physische Vereinigung ohne persönliche Zuneigung Pseudo-Intimität. Zur echten menschlichen Sexualität gehört die Zuneigung. Das unterscheidet sie von der mechanischen sexuellen Befriedigung.